Basler Mehlsuppe, Festmahl zur Fasnacht

Am Aschermittwoch ist alles vorbei !

In Basel fängt die Fasnacht erst an – und zwar am Montagmorgen 23.02.15 um Punkt 4 Uhr früh mit dem Morgenstraich!

Es beginnen die „drey scheenschte Däag“  (die drei schönsten Tage) des Jahres, wie die Basler sagen.

Ab diesem Zeitpunkt haben alle Kneipen geöffnet und sie werden für die darauffolgenden 72 Stunden nicht mehr schließen.

Wer Lust auf eine ganz besondere Art von Fasnacht hat, den lade ich ein die Basler Fasnacht zu besuchen.

Kurz vor 4 Uhr wird die gesamte Beleuchtung der Innenstadt abgeschaltet. Auf ein bestimmtes Kommando setzen sich die Gruppen / Cliquen in Bewegung und trommeln und pfeifen den gleichen Marsch. Guggemusik hört man am Morgenstraich keine, die gibts erst an den Cortèges (Fasnachtsumzüge), die Montag und Mittwoch Nachmittag stattfinden.

Hier ein Video vom Morgenstraich 2014:

Sehens- und hörenswert sind die Guggekonzerte, die Laternenausstellung, Wagen- und Requisitenausstellung, die Schnitzelbängg ( eine Art gesungene Büttenrede in Baseldeutschem Dialekt), das Gässle (kleine Gruppe von Fasnächtler ziehen ohne festen Routenplan musizierend durch die Gassen der Altstadt) und das Räppli werfen (winzige Papierschnipsel). 

Als Zuschauer muss man sich vor aktiven Fasnächtler in Acht nehmen, vor allem wenn man ohne Blaggedde (Plakette) die Umzüge besucht.  Man riskiert durchaus von einem Waggis mit Räppli „ausgestopft“ zu werden, bedeutet das Riesenmengen an Räppli einem unter die Kleidung appliziert werden 🙁

Die Plakette wird vom Fasnachtscomité herausgebracht, jedes Jahr ein neues Modell. Es wird von den Besuchern nicht ausdrücklich verlangt, jedoch erwartet eine zu kaufen um die Finanzierung der Gruppen zu gewährleisten. Was auch völlig in Ordnung ist. Es gibt sie in vier verschiedenen Ausführungen zum Preis von SFr. 8.– bis 100.–.

Fasnachtskiechli bei der Basler Fasnacht

Fasnachtskiechli

Erwähnenswert ist die absolut strikte Trennung von aktiven und passiven Fasnächtler. Die Passiven stehen am Straßenrand, unverkleidet und schauen dem bunten Treiben zu. Es ist geradezu verpönt sich als Zuschauer mit lustigen Accessoires zu verkleiden bzw. zu schminken.

Und was isst man an der Basler Fasnacht?

Es gibt Ziibelewaije, Faschtewaije, Schenkeli, Fasnachtskiechli und die Basler Mehlsuppe!

Kiechli gelten als das erotischste Fasnachtsgebäck, die Mehlsuppe ist wohl die bekannteste Fasnachtsspeise. Schon die Römer löffelten vor 2000 Jahren vor den Toren Basels die Mehlsuppe.

Hier das Rezept für 2 Personen:

 Basler Mehlsuppe

Basler Mehlsuppe

3 EL Mehl, 20 g Butter, 1 Zwiebel, in feinen Streifen, 5 dl Gemüsebouillon, 50 g geriebener Gruyère

Zubereitung:

Mehl unter Rühren bei mittlerer Hitze in einer hohen Pfanne haselnussbraun rösten, auf Teller etwas abkühlen lassen

Butter in derselben Pfanne warm werden lassen, Zwiebeln ca. 3 Min. andämpfen, Mehl wieder beigeben

Bouillon dazugießen, unter Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen, unter gelegentlichem Rühren halb zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln

Suppe in Teller anrichten, Käse darüberstreuen

Guten Appetit oder En Guete 🙂

Ich wünsche allen Aktiven und Passiven e Scheeni Fasnacht……………

Und für diejenigen, die zum ersten Mal dabei sein werden, viel Spaß.  Es ist und bleibt ein unvergessliches, unbeschreibliches Erlebnis.  Alle Daheimgebliebenen würden es bereuen nicht dabei gewesen zu sein……….

ganz herzige Grüße von Emanuela

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